Sonntag, 8. Mai 2016

Mural Global Wandbild am Arrenberg

Der Verein Farbfieber e.V. und Klaus Klinger riefen unter der Schirmherrschaft der UNESCO 1998 dazu auf, in aller Welt mit öffentlichen Wandbildern Visionen und Vorstellungen für das Zusammenleben in einer Welt im nächsten Jahrtausend sichtbar zu machen. Der Aufruf erklärt:

"Die Agenda 21, von der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro beschlossen, ist Thema dieser internationalen Aktion. Erstmals stellt sie den Zusammenhang zwischen Ökologie, Ökonomie und Sozialem her. Sie fordert eine partnerschaftliche Zusammenarbeit in globalen und lokalen Aktionen, um die Situation auf der Erde zu verbessern. [...]
In diesem Kontext steht unser Aufruf. An vielen Orten auf der Erde sollen Künstlern ihre Visionen eines zukünftigen Lebens auf unserem Planeten in öffentliche Wandbilder umsetzen. Wandbilder deshalb, weil sie permanent öffentlich sind und viele Menschen auffordern sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Aufgerufen zur Mitarbeit sind Künstler aus allen Kontinenten, Umwelt- und Solidaritätsgruppen, Initiativen, Kinder- und Jugendgruppen um ein gemeinsames Zeichen zu setzen für eine lebenswerte Zukunft."[1]
Das Wandbild.
In Wuppertal schufen im September 2010 an der Simonsstraße die Künstler Jullissa Moncada Lopez und Jorge Morales Leclear aus der nicaraguanischen Partnerstadt Matagalpa und Heinz Velten, Peter Otto Kuhn und Andreas Junge aus Wuppertal ein solches Wandbild. Es zeigt den Gegensatz von Technik und Natur und typische Stadtansichten von Wuppertal und Matagalpa. Als am 11. Februar 2001 der Bürgermeister von Matagalpa, Sadrach Zeledon Rochas, zu einem Besuch in Wuppertal war, wurde eine Gedenktafel am Haus angebracht und eingeweiht. Im selben Jahr schufen die gleichen Künstler in Matagalpa ein weiteres Wandbild. Dieses zeigt je ein Gedicht von Rubén Darío, dem nicaraguanischen Nationaldichter und von Else-Lasker-Schüler, einen Wassertropfen als Symbol für das Leben und Felszeichnungen aus der Nähe von Matagalpa. Außerdem werden die Produkte von Matagalpa und Nicaragua, die nationale Blume und der nationale Vogel gezeigt. In den Bildern der Kaffeepflanzungen sind Kinderzeichnungen versteckt, die die Hoffnung auf eine bessere Zukunft ausdrücken. Ganz oben finden sich die Köpfe von Augusto Cesar Sandino, Carlos Fonseca, Friedrich Engels und einer indianischen Göttin.
Die Gedenktafel.

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[2] Eintrag zu Mural Global auf matagalpa.de, der Webseite der Städtepartnerschaft.


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