Sonntag, 15. Februar 2015

Stolpersteine (2002)

2002 engagierte sich der Cronenberger Bezirksjugendrat für die Aktion "Steine gegen das Vergessen" und leistete mit der Verlegung von zwei selbsthergestellten Stolpersteinen für das Ehepaar Gerszt, die aus Beton, Moniermaterial und einer Messingplatte bestehen, sowie einer ergänzenden, selbstkonzipierten Ausstellung einen Beitrag zur Erinnerungskultur.[1]
Heute sind die Stolpersteine kaum noch lesbar:
Links: HIER WOHNTE /  RITA GERST / 14.12.1907 / 8.5.1945 / RAVENSBRUEK
Rechts: HIER WOHNTE / IZCHOK GERST / 3.10.1901 / 12.1.1945 / AUSCHWITZ
Am 26. Oktober 2002 wurden vor dem Haus Karl-Theodor-Straße 4 unweit von Haus Nummer 6 in Anwesenheit der Schirmherren, dem Bürgermeister Peter Jung und dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Wuppertal, Leonid Goldberg die Stolpersteine verlegt. Die Idee war den Cronenbergern bei einer Berlin-Reise gekommen, die Anleitung hatte man von der Homepage Gunter Demnigs, dem Schöpfer der Stolpersteine. So ging man im Jugendhaus in der Händelerstraße ans Werk und verlegte dann die Steine - zum Ärger von Demnig, der weitere Aktionen untersagte und die Anleitung zu seinem Projekt von der Homepage löschte. Exklusivität war mehr wert als das Erinnern in Wuppertal. Seit 2007 arbeitet der Verein Stolpersteine in Wuppertal e.V. mit dem Künstler zusammen, der jeden Stein persönlich verlegt. Ganz exklusiv.[2]
An das Ehepaar Gerszt erinnern nun je zwei Stolpersteine, in der Reiterstraße und in der Karl-Theodor-Straße. Die 2008 an der Reiterstraße angebrachte Gedenktafel wurde bereits 2012 zerstört.

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[1] Jugend arbeitet für die Jugend, in: WZ vom 3. Januar 2003.
[2] Manfred Görgens, Vergessene Steine gegen das Vergessen, in: WZ vom 26. Oktober 2005.


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1 Kommentar:

  1. heist das ...das man dammit ein Plagiat verlägt hat und das ohne wissen von Gunter Demnig . Armes Wuppertal !

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