Samstag, 19. April 2014

Figura Magica

Sie ist das wohl am weitesten gereiste Kunstwerk in Wuppertal, die figura magica. 1989 installierte der Wuppertaler Künstler Bodo Berheide die eiserne Skulptur auf der Königshöhe neben dem ehemaligen Sommersitz der Familie von der Heydt. Das langgestreckte U-förmige Kunstwerk beschrieb Berheide so:[1]
"Ihre Form entspricht einem überdimensionalen Hufeisen und verweist auf das magnetische Feld, das durch die Drehung der Erde und den Dynamoeffekt des schweren, glühenden, metallenen, sich schneller mitdrehenden Erdkerns entsteht."[2]
Figura magica.

Nachdem die Skulptur 24 Monate in Wuppertal verbracht hatte, ging sie auf Weltreise, um erst 18 Jahre später wieder zurückzukehren. 2 Jahre blieb sie jeweils in Dublin (1991), Montreal (1993), Bethany (USA, 1995), Matagalpa (Nicaragua, 1997), Santiago de Chile (1999), Sydney (2001), Omi-shima (Japan, 2003), Negombo (Sri Lanka, 2005) und Lomé (Togo, 2007). Bilder von den Stationen gibt es auf der Homepage von Bodo Berheide.


Am 26. Oktober 2009 kehrte die figura magica zurück, um für immer in Wuppertal zu bleiben - vor dem Schauspielhaus. Viele Erfahrungen, Berührungen, Erlebnisse und Rost hat sie mitgebracht. Die Spuren der Städte und Orte haben sich nicht nur symbolisch in das Eisen eingearbeitet.


Eine kleine Gedenktafel erläutert: 
"figura magica
Diese Skulptur des Wuppertaler Bildhauers Bodo Berheide heisst figura magica./ Ihre Form eines überdimensionalen Hufeisenmagneten verweist auf das / schützende Magnetfeld unserer Erde und damit auf den Kern, dort, wo sich die/ Seele unserer Erde befindet.
1991, von Wuppertal ausgehend, begann die Weltreise der Skulptur. Jeweils im / 2-Jahres-Rythmus, hat sie über Irland, Kanada, USA, Nicaragua, Chile, / Australien, Japan, Sri Lanka und Togo ein Netz von kommunikativen / Verbindungen geschaffen. Diese haben als gemeinsame Grundlage einen / Ideenaustausch über die verschiedenartigen gesellschaftlichen und kulturellen / Gestaltungsformen der Menschen im Umgang mit unserer Welt.
2009 kehrte die Skulptur nach Wuppertal zurück."
Stein und Gedenktafel wurden gestiftet von Harald Hübener und der UWR GmbH aus Haan.
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[1] Nina Wendt, Weltreise beendet: Die Figura Magica ist wieder in Wuppertal, in: WZ vom 27. Oktober 2009.
[2] Martina Thöne, In 18 Jahren um die Welt, in: WZ vom 31. Oktober 2007.



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