Montag, 1. Juli 2013

Männliche Figur an der Diedenhofen-Kaserne

Die männliche Figur Johannes Knubels im August 2012 in Düsseldorf.
Im Januar 1939 wurde an der Ronsdorfer Parkstraße die Diedenhofen-Kaserne bezugsfertig, benannt nach jener lothringischen Stadt, die in der französischen Sprache Thionville genannt wird. Die ersten Soldaten zogen aber erst nach Ausbruch des Zweitern Weltkriegs ein. Ein Jahr später stellte der Düsseldorf Bildhauer Johannes Knubel seine Plastik mit dem Motiv einer männlichen Figur in der Pose eines Boxers fertig, die wohl an Pollux erinnern soll. Wann genau die überlebensgroße Plastik aus Muschelkalk ihre Aufstellung im Eingangsbereich der Diedenhofen-Kaserne fand, ist unbekannt.[1]

Die rechte Hand wurde nach 1986 amputiert.
1994 übernahm die Kaserne den Namen Generaloberst-Hoepner-Kaserne von der bisherigen Trägerin am Freudenberg, die geschlossen wurde. 2004 wurde sie selbst als letzte der vier Wuppertaler Kasernen auf den Südhöhen geschlossen. Heute findet sich die Figur Knubbels auf dem Mobilmachungsstützpunkt der Bergischen Kaserne Düsseldorf, sie ist leicht beschäfigt. Wann genau der Transfer stattfand, ist laut Bundeswehr nicht zu ermitteln.[2]
Ergänzung vom 1.Juli 2013: Die Plastik ist als Baudenkmal in die Wuppertaler Denkmalliste eingetragen. (Nr. 1358).
Die Signatur Knubels am Sockel.
Von Johannes Knubel stammen auch die Figuren an der Nordfassade des Kaufhaus Tietz (heute Galeria Kaufhof) und der Blitzschleuderer.

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[1] RMK, S. 335.
[2] Auskunft Bundeswehr, Wehrbereichsverwaltung West - IUW 4, vom 8.August 2012.


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