Dienstag, 25. Juni 2013

Hoeft-Plakette im Sitzungssaal des Elberfelder Rathauses

1935 stiftete Elisabeth Hoeft, die Tochter des ehemaligen Reichsbahnpräsidenten Christian Hoeft, der Stadt Wuppertal eine bronzene Plakette mit einem Relief ihres Vaters. Geschaffen wurde sie laut Stadtratsprotokoll von Prof. Janssen, möglicherweise ist damit der Düsseldorf Bildhauer Karl Janssen gemeint. Die Plakette des Wuppertaler Ehrenbürgers wurde zunächst im Sitzungszimmer der Ratsherren (Zimmer 18) und später im Sitzungssaal angebracht. Am 11. März 1935 nahmen die Ratsherren die Schenkung offiziell an.[1] 
Lichtbild der Plakette, aufgenommen im Sitzungssaal
des Elberfelder Rathauses im August 1940.
Sammlung Untere Denkmalbehörde, N2736
Christian Hoeft wurde am 10. Mai 1847 in Schlesien (Riesenberg) geboren und war seit dem 15. Oktober 1894  in der Königlichen Eisenbahndirektion Elberfeld tätig, ein Jahr später wurde er zum Direktor ernannt. 1902 wurde er nach Königsberg versetzt und kehrte 1903 als Präsident der Eisenbahndirektion nach Elberfeld zurück. Dieses Amt übte er bis zu seinem Ruhestand am 30. September 1919 aus. 1910 wurde er bereits zum Ehrenbürger der Stadt Elberfeld ernannt. In seiner Amtszeit wurde die Bergisch-Märkische Eisenbahnlinie (BME), die heutige Eisenbahnstrecke durchs Tal, zwischen Vohwinkel und Oberbarmen auf vier Gleise erweitert, 15 weitere Eisenbahnstrecken wurden im Zuständigkeitsbereich der Direktion Elberfeld gebaut.[2]

Was mit der Plakette geschah, ist unklar. Möglicherweise wurde sie im Zweiten Weltkrieg zerstört.

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[1] Niederschrift über die 2. Sitzung der Ratsherren, 11. März 1935, Akte D V 608, Stadtarchiv Wuppertal, S. 109.
[2] RMK, S. 194.


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