Samstag, 22. Juni 2013

Hermann-Löns-Quelle

Die "Hermann-Löns-Quelle"
Vermutlich im Jahr 1935 wurde die Quelle eines kleinen Bachs im Marscheider Tal in Hermann-Löns-Quelle umbenannt und ein Gedenkstein beschriftet. 
Hermann Löns kam am 29. August 1866 in Kulm (Westpreussen) zur Welt und wurde nach anfänglichen medizinischen und naturwissenschaftlichen Studien und Tätigkeiten als Schriftleiter in Hannover und Bückeburg freier Schriftsteller. Einem breiten Publikum wurde er durch seine Heide-Erzählungen und gefühlvolle Lyrik bekannt, außerdem schilderte er Tier- und Pflanzenbeobachtungen mit natur- wissenschaftlicher Präzision. Am 26. September 1914 fiel Hermann Löns als 48jähriger Kriegsfreiwilliger bei Reims. Durch seine patriotische und nationalistische Haltung wurde er posthum zum Vorbild der Nationalsozialisten[1], die mehrfach nach 1934 seine vermeintlichen Gebeine umbetteten und mit Pomp bestatteten. 

Die verwaschene Inschrift des Gedenksteins.
Vermutlich entstand die Idee zur Errichtung dieses Denkmals in diesem Zusammenhang, nachdem bereits am 29. September 1934 der Bergische Jagdklub an der Grenze zu Neviges ein Denkmal errichtet heute. Heute steht es auf dem Nützenberg. Vor allem ab 1935 wurden vermehrt Löns-Denkmäler in Deutschland, Österreich und anderen Ländern errichtet, heute gibt es ca. 140.[2] 
Wer allerdings für die Stiftung des Gedenksteins und die Benennung der Quelle verantwortlich war, lässt sich bislang nicht nachvollziehen. Lediglich die etwas andere Ausrichtung der Gestaltung sowie die Jahreszahl 1935 belegt ein Foto aus dem Stadtarchiv, das allerdings kaum zu datieren ist: 
Stadtarchiv Wuppertal, 19.6.
Für jegliche Hinweise bin ich dankbar.
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[1] RMK, S.312f.
[2] Seite „Hermann Löns“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 6. September 2011, 14:53 UTC. 


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