Freitag, 24. Juni 2011

Ehrenmal für die Opfer der Luftangriffe auf dem kath.Friedhof Uellendahl

In der Nacht vom 24. auf den 25.Juni 1943, heute vor 68 Jahren, waren Elberfeld und Cronenberg zum ersten Mal Ziel und Opfer eines alliierten Luftangriffs. Er kam nicht unerwartet, waren doch Barmen und Ronsdorf schon in der Nacht auf den 30.Mai, also 26 Tage zuvor, schwer getroffen worden. Am Abend des 24.Juni 1943 starteten 630 Flugzeuge mit ihrer tödlichen Ladung in England, flogen über die Scheldemündung in Richtung Westdeutschland und gegen 1:11 Uhr erreichten die ersten Bomber das Tal der Wupper. Im Himmel über dem Bergischen Land leuchteten Zielmarkierungen, sog.Christbäume, bevor 1.082 Tonnen Spreng- und 1.220 Tonnen Brandbomben über dem Zielgebiet abgeworfen wurden. 3000 Häuser wurden zerstört, 2500 schwer beschädigt. Sie lösten einen Flächenbrand von 12 km² aus. 1900 Menschen kamen ums Leben, davon 716 Männer, 1046 Frauen, 62 Jungen und 79 Mädchen. [1]
Ehrenfriedhof und Ehrenmal auf dem katholischen Friedhof Uellendahl.

13 Jahre später errichtete man auf dem katholischen Friedhof Uellendahl ein Denkmal für die Ehrengräberanlage. Die Bildhauerin Friede Classen gestaltete 1956 im Auftrag der Stadt Wuppertal das Denkmal, dessen Entwurf aus einem beschränkten Wettbewerb hervorgegangen war.
Junge Frau (links)
Alte Frau (rechts)
Das Denkmal besteht aus einer 2,50 m hohen Stele aus Muschelkalk und zeigt an den Seiten Reliefs zweier Frauengestalten, einer jungen und einer alten Frau. An den anderen Seiten stehen die Inschriften. 
Inschrift hinten.
Inschrift vorn.




















Die Inschriften lauten: (vorn und hinten)
"Den                                       Gott
Toten                                      wird
         des                                    Abwischen
 Krieges                                    alle  
   1939                                     Tränen  
    1945                                        von     
                                               ihren
                                               Augen"
Die Ehrengräberanlage des katholischen Friedhofs Uellendahl beherbergt ca. 660 Opfer der Bombenangriffe.[2]
Die einfachen Grabplatten ziert ein christliches Kreuz.

Bei Opfern, die identifiziert werden konnten, stehen
Name, Geburtsdatum und das Todesdatum
Weitere Ehrenmale stehen auf dem katholischen Friedhof Liebigstraße in Barmen und auf dem lutherischen Friedhof Am Bredtchen.
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[1] Seite „Luftangriffe auf Wuppertal“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 3. April 2011, 15:41 UTC.
[2] RMK, S.365f..

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