Freitag, 2. Juli 2010

Ein Denkmal für missbrauchte Frauen?

Es gibt Denkmäler, deren Errichtung in weiten Teilen der Bevölkerung völlig unzweifelhaft ist. Die Kriegerdenkmäler nach dem Ersten Weltkrieg gehören dazu. Die konkrete Ausführung bewegt dann wieder die Gemüter. Welche Form muss ein Denkmal haben, was soll es darstellen, welche Intention soll es haben? 
Andererseits gibt es auch immer wieder Denkmäler, deren Errichtung allein schon umstritten ist. In Berlin brachte die CDU im Abgeordnetenhaus einen Antrag ein, der die Gemüter spaltete. Es geht um die Errichtung eines Denkmals für geschändete Frauen nach 1945. Der Senat wird aufgefordert, 
"ein Konzept zur Errichtung eines Denkmals in Berlin für die ab Frühjahr 1945 von Soldaten der Besatzungsmächte vergewaltigten Frauen zu erstellen."
In der Tat wurden tausende Frauen im zerstörten Berlin von Angehörigen der Besatzungsmächten vergewaltigt. Der Berliner Tagesspiegel diskutiert Pro & Contra dieses Vorschlages.

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