Samstag, 8. Mai 2010

"Die Erinnerung aufrecht erhalten"

Inge Kuhlmann hat letztes Jahr ihren Vater auf dem Friedhof Bracken in Nächstebreck beerdigt. Das ungewöhnliche daran war, dass ihr Vater schon über 66 Jahre nicht mehr lebte. Er starb als Soldat im Zweiten Weltkrieg, wenige Kilometer südlich von St.Petersburg. Dort wurde er auch beerdigt. Doch als Frau Kuhlmann sich durch den Wehrpass ihres Vater mit seinem Tod beschäftigte, kam der Wunsch auf, die sterblichen Überreste ihres Vaters in seine Heimat zu überführen, was im vergangenen Winter geschehen ist. Sie hat ihren Vater beerdigt, obwohl sie ihn nicht kennen lernte, er starb vor ihrer Geburt.

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WZ: Nach langer Reise heimgekehrt

Nun hat Frau Kuhlmann ein neues Projekt, angestoßen durch ein Büchlein, in dem der Pfarrer der Gemeinde Nächstebreck alle 111 Gefallenen verzeichnete.
"Es war der erste Satz dieses Buchs – „Seele, vergiss sie nicht. Seele, vergiss die Toten nicht“ – der in ihr eine Idee reifen ließ. Sie selbst hat am Grab auf dem Friedhof Bracken einen Ort, an dem sie um ihren Vater trauern kann. „Andere haben das nicht“, sagt sie. Denn auf dem Friedhof gibt es zwar ein Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten nicht aber des Zweiten Weltkriegs."
WZ: Die Erinnerung aufrecht erhalten

Frau Kuhlmann wirbt jetzt um Spenden, um für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs ein eigenes Ehrenmal zu errichten. Für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs gibt es in der Junkersbeck ein Denkmal, ob dieses gemeint ist, oder ob es noch eine eigenes auf dem Friedhof gibt, werde ich mal schauen.

Es gibt bei der WZ auch eine Umfrage zum Thema.

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