Freitag, 30. April 2010

DIE ZEIT: "Ich bin verliebt in meine Stadt"

Durch Zufall, ich glaube beim googeln, fand ich letzte Woche einen interessanten ZEIT-Artikel aus dem Ressort Reisen. Datum: 23.1.1987. Über 20 Jahre ist der Artikel alt und kündet von einer Zeit, als das Tal noch Straßenbahnen besaß und noch keine modernisierten Schwebebahnstationen außer der Ohligsmühle.
Als die Autorin die Stadt bereiste und beschrieb, war ich gerade etwas älter als ein Jahr und zwei Monate. Es ist das Wuppertal meiner Eltern und Großeltern, was erklärt, warum mich der Artikel so fasziniert. Er kündet von einer vergangenen Zeit.
Eine Kostprobe:
"Wuppertal klingt wie Castrop-Rauxel und Wanne-Eickel - komisch zunächst. Im Talwesten, wo einst das Aspirin erfunden wurde und heute die 86 Jahre alte Schwebebahn durch die bizarre Fabriklandschaft des Industriegiganten Bayer kurvt, recken ein paar abgestorbene Bäume ihre Äste zu Posen wie denen der Tänzerinnen Pina Bauschs. Aber die Wupper bedeutete, schwarzgrau und schmutzig, immer auch Arbeit und Brot:"
          "Ich bin verliebt in meine Stadt"
Leider schleißt der Artikel mit den Worten "Fortsetzung auf Seite 60". Darauf schrieb ich an die DIE ZEIT und erhielt heute die Antwort mit einem hübschen PDF Dokument mit den ganzen Artikel. Auf Seite 60 geht es um das Denkmal "Die starke Linke" von Alfred Hrdlicka vor dem Engelshaus und um die religiöse Vielfalt, die die Autorin im Tal entdeckte. Mitten drin wird Heinrich Böll zitiert:
"Wuppertal ist wie eine Frau, die sich nicht schminkt [...] wohltuend und enttäuschend zugleich."

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